Elite-Fahrt 2005 zur Teufelsmühle

Drahtseilübung
Gemeinsam schaffen es alle über das Drahtseil.

In diesem Jahr gab es - bereits zum dritten Mal - zum Ende des Schuljahres eine Elite-Fahrt für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich im Verlauf des Schuljahres besonders durch ihre soziale Kompetenz hervorgetan hatten. Sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen sind auch für den Unterricht wichtige Charaktereigenschaften, die im Zeugnis und oft in der Hektik des Schulalltages viel zu wenig gewürdigt werden. 18 Mädchen und Jungen aus der siebten und achten Jahrgangsstufe wurden zu der Belohnungsfahrt eingeladen.

Am 31. Mai, einem Dienstagmorgen traten wir die Fahrt an. In Etappen machten wir uns auf den Weg zur Teufelsmühle zwischen Bad Herrenalb und Loffenau. Zunächst aber war unser Ziel GATE, der Große Abenteuer Turm Ettlingen, ein Hochseilgarten bei dem in luftiger Höhe nicht nur Ängste überwunden werden, sondern vor allem das „Hilfestellen“ geübt wird. Von Jugendlichen bis Managern wird dieser Hochseilgarten zum Teamtraining verwendet. Unsere Elite-Truppe setzte sich ja auch aus Kindern verschiedener Klassen zusammen, die sich vorher noch nicht kannten.

Hochseilgarten in Ettlingen
Hochseilgarten in Ettlingen


Cat-Walk
Der Cat-Walk bei GATE.

Das Eis war schnell gebrochen. Nur wenige Übungen waren nötig und schon waren Berührungsängste überwunden und alle konnten sich ohne Anspannung auf die Aufgaben einlassen. Zunächst wurden Übungen auf Bodenhöhe durchgeführt, bei denen gemeinsam geknobelt wurde, wie das Problem gelöst werden kann. Die Teamer von GATE waren sichtlich überrascht, wie gut die Gruppe zusammen arbeitete und gab den Weg frei für die Höhe. Nach Einweisung und dem Anlegen des Klettergeschirrs machten sich die ersten auf in luftige Höhe: der Cat-Walk ist ein acht Meter frei über dem Boden  hängender Baumstamm, über den man läuft, ohne sich fest halten zu können. Zunächst zweifelten die meisten, diese Übung überhaupt nur beginnen zu können, doch mit Aufmunterungen und vor allem einer Seilsicherung durch die Bodengruppe überwanden die meisten ihre Ängste und waren anschließend selbst stolz über ihre Leistung.

Nach GATE setzten wir mit Bahn, Bus und schließlich zu Fuß die Reise weiter fort. Am Abend dann kamen alle müde aber zufrieden in der Teufelsmühle an. Das Gebäude des Schwarzwaldvereins und der unglaubliche Blick über das Murg- und Rheintal entfachte sogleich wieder neues Leben in den Kindern und eifrig wurden die Zimmer bezogen. Nach der ersten guten Verköstigung durch Frau Zink und Herrn Friebis waren alle wieder hergestellt. Es wurde Fußball gespielt (Sven war ja schließlich auch dabei!!!), die Gegend erkundet und einige richteten die Feuerstelle für den Abend. Mit Blick auf die Sterne und die unzähligen Leuchten der Städte unter uns, genossen wir alle den ersten Abend sehr. Liederbücher, Gitarre und viele Stimmen sorgten dafür, dass auch die Tiere rings um nicht so schnell ans Schlafen dachten.



Filliale der Nebenius-Realschule
Die Filliale der Nebenius Realschule.
Teufelsmühle
Fleißige SchülerInnen in Sachen "Akte G".

Am nächsten Morgen, frisch gestärkt vom Frühstücksbuffet, eröffneten wir den TeilnehmerInnen das Programm für den Tag. Die „Akte G“ sollte erarbeitet werden. Was sich genau dahinter verbirgt, kann jetzt an dieser Stelle aus Gründen der Geheimnissicherung nicht Preis gegeben werden. Nur soviel: Alle gaben ihr Bestes und am Ende waren alle mit dem Ergebnis zufrieden, so dass die meisten sogar auf den 20 Meter hohen Turm kletterten, um sich ein noch besseres Bild von dem Werkstück machen zu können.

Natürlich war aufgrund der Geheimhaltungsstufe auch eine gewisse Anspannung unter den Jugendlichen zu spüren. Schließlich hatte Herr Gelzer ja angekündigt, vielleicht an diesem Tag zu Besuch zu kommen. So wurde eine Parole vereinbart, die bei Erscheinen des Rektors ausgerufen werden sollte und worauf einige mit einem Ablenkungsmanöver starten wollten, bis alles Geheime „außer Sicht“ gebracht wäre. Nicht nur die wenigen Wanderer, sondern auch ein Drachenflieger lösten kurzfristig Fehlalarm aus. Dem Drachenflieger sagten einige sogar nach, dass er eventuell im Auftrag von Herrn Gelzer als Spion tätig sei. Doch auch dieser Verdacht hat sich nachträglich nicht bestätigt!

Gruppe auf Treppe
Die Teufelsmühle in 906m Höhe.
Adlerflug
Junge Adler fliegen über die Wiese.

Am Abreisetag langten alle kräftig zu und schnell war die Hütte wieder in den Ursprungszustand versetzt. So blieb auch noch reichlich Zeit für Spiele und Traumreisen bei denen ein Drachen  gefangen, Tausendfüßler laufen und Adler fliegen gelassen wurden!


Zu Fuß, mit Bus und Bahn traten wir dann die Heimreise an und erst am Abend trennten sich wieder unsere Wege auf dem Schulhof der Nebenius-Realschule.

Vielleicht haben - auch durch die Inspiration auf dieser Fahrt - manche Jungen und Mädchen noch mehr Lust am Zusammenarbeiten bekommen. Schließlich ist unsere Hoffnung, dass es ab dem kommenden Jahr eine Ausbildung zum Streitschlichten für SchülerInnen an der Nebenius-Realschule gibt. Nach unserer Ansicht sind einige der diesjährigen Elite-Fahrt-TeilnehmerInnen ganz besonders dafür talentier! Wir würden uns sehr darüber freuen, denn dann hätte unsere Arbeit schon jetzt Früchte getragen! TeilnehmerInnen
Die TeilnehmerInnen der Fahrt.
Herzlich bedanken möchten wir uns bei Frau Zink und Herrn Friebis, die sich unsere Verpflegung zur Aufgabe gemacht hatten. Es war sehr lecker!
Danken möchten wir auch der Firma Zelch-Haus, die wieder einmal uns finanzkräftig unterstützte, so dass die Kosten für die Kinder erheblich gesenkt werden konnten.




Saskia Gensow
Horst Babenhauserheide

                      30. Juni 2005